Man schätzt, dass ca. 1 % der Gesamtbevölkerung stottert. Das sind in Deutschland über 800.000 Menschen. Ursachen für das Stottern sind nach heutigem Kenntnisstand mit großer Wahrscheinlichkeit erblich bedingte neurologische Faktoren. Doch noch immer ist es umgeben von Vorurteilen und Tabus. Der international sehr renommierte britische Schriftsteller David Mitchell, selbst vom Stottern betroffen, hielt auf dem ISA (International Stuttering Association) Weltkongress 2013 in den Niederlanden eine vielbeachtete Rede mit dem Titel „Dreizehn Arten das Stottern zu betrachten“. Er beantwortet in dreizehn Kapiteln die Frage, was Stottern alles für ihn persönlich bedeutet, zum Beispiel: ein „Fluch“, ein „Hemmschuh“, ein „politisches Thema“ aber auch ein „Teil von mir“, eine „Brücke“ und letztendlich ein „Geschenk“.

Lesung 01

Marion Stelter liest