Erste Informationen zum Thema Stottern: Was ist Stottern eigentlich?

Stottern ist eine Sprechbehinderung, die sich im Wiederholen von Wörtern, Silben und Lauten sowie Blockaden äußert. Häufig ist Stottern mit einer übermäßigen Anstrengung beim Sprechen verbunden. Diese Anstrengung kann zu auffälligen Verkrampfungen der Gesichtsmuskulatur und zusätzlichen Körperbewegungen führen. Die Sprechstörung ist individuell sehr unterschiedlich ausgeprägt und tritt in verschiedenen Situationen unterschiedlich stark auf.

Vier bis fünf Prozent aller Kinder und Jugendlichen sind zumindest zeitweise vom Stottern betroffen. Bei vielen von ihnen verliert sich das Stottern im Laufe der Kindheit wieder. Statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Lehrerin oder ein Lehrer einem stotternden Schüler begegnet, in der Grundschule am höchsten.

Für viele Stotternde ist Schule mit großen Belastungen verbunden. "Meine Schulzeit war eine einzige Katastrophe!" ist typische Äußerung, wie sie von erwachsenen Betroffenen rückblickend zu hören ist. Ein stotterndes Kind in der Klasse ist aber auch für die Pädagogen eine Herausforderung. Sie treffen auf ein Phänomen, über das sie in Studium und Ausbildung nichts gelernt haben und dem sie häufig ratlos gegenüber stehen. Information und Fortbildung kann diesen Mangel beheben. Es kann nicht Ziel sein, Lehrerin und Lehrer zu die Ko-Therapeuten eines sprechbehinderten Kindes aus- und fortzubilden. Mit einigen grundlegenden Informationen und praktischen Hilfestellungen für den Unterricht können sie ihrer Aufgabe gerecht werden, ein Kind mit besonderen Bedürfnisse im sozialen Lernen und in der Rezeption fachlichen Wissens zu unterstützen.

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